Oh Là Là


Bohnen:

  • Rast „Barista Espresso“, Arabica-Hochlandmischung aus Kenya, Guatemala, Sumatra, Sulawesi, Plantation (Indien), und Java. Dunkel geröstet.
  • Rast Yirga Cheffe, Arabica aus Äthiopien. Mittel geröstet.
  • Stoll „Espresso do Brasil“, Arabicabohnen aus der Fazienda Dutra in Agua Limpa, Brasilien.

Röster: Rast Kaffee AG, Ebikon  &  Stoll Kaffee AG, Zürich

Maschine: Dalla Corte Evolution (Siebträger)

Wo: Kalanderplatz 1, Zürich

Bericht:

Von einer Neuentdeckung zu sprechen wäre wohl etwas unangebracht, denn das Oh Là Là gibt es schon seit es das Einkaufszentrum Sihlcity gibt, und das sind nun doch schon einige Jahre. Vielleicht ging es ja auch nur mir so – schon mehrere Leute haben mir das Lokal für einen Test empfohlen – aber irgendwie hätte ich in diesem „Gourmet Take Away“  trotz des Hinweises im Namen nicht wirklich Gourmet Kaffee erwartet. Vielleicht haben mich die Sandwiches und Salate jeweils zu sehr abgelenkt oder vielleicht liegt es auch daran das die Kaffeebar ganz im hinteren Teil des Lokals versteckt ist, aber als ich dieses Mal im Einkaufszentrum schon von Weitem ein Werbeschild für Plantagenkaffee aus Brasilien sehe frage ich mich dann doch weshalb ich dort nicht schon lange mal einen Halt einlegt hatte. Endgültig grosse Augen machte ich schlussendlich vor der Bar stehend, als ich dort gleich drei Infoschilder stehen sah mit ziemlich detaillierter Beschreibung der verfügbaren Kaffees. Allein mit dieser Kommunikationsfreudigkeit hebt sich das Lokal von den meisten anderen Cafés der Stadt ab, inklusive einigen sehr guten, doch besonders interessant fand ich die Tatsache, dass hier nicht nur verschiedene Kaffees von einem Röster ausgeschenkt werden, sondern gleich von deren zwei. Dies dürfte nach meinem Geschmack gerne etwas häufiger passieren, schliesslich ist es nicht nur interessant Kaffees von verschiedenen Regionen zu vergleichen, sondern auch die jeweiligen Umsetzungen von verschiedenen Röstern. Jeder Röster bringt auch etwas persönliche Philosophie und Handschrift in den Beutel, da der als ideal empfundene Röstgrad und das Röstverfahren durchaus variieren können. Aber wir wollen ja nicht gleich übertreiben und geben uns bereits mehr als zufrieden, wenn uns Kaffees aus verschiedenen Regionen angeboten werden. Doch zurück zum Oh Là Là. Währen der Standard-Espresso eine Mischung ist, hat man sich hier für den Kaffee Crème für einen Single-Origin entschieden, ebenfalls etwas das ich so nicht erwartet hätte und erfrischend von der Norm abweicht. Ich beginne mit dem Rast Espresso. Weil die mit dem Rücken zum Kunden plazierte Maschine nicht viel Beobachtung zulässt, muss hier die Information genügen, dass von Hand getamped wurde und die Extraktion in der Tasse durchaus gelungen aussah. Gemahlt wurde ebenfalls frisch. Beim ersten Kaffee war eine klitzekleine Spur von Bitterkeit auszumachen, aber nicht wirklich störend. Eine feine Mischung, wie man sie z.B. auch im Henrici findet. Der Stoll Espresso aus Brasilien war einiges milder und auch etwas dünner im Körper, wahrscheinlich leicht auf der unterextrahierten Seite, aber alles im tolerierbaren Rahmen. Zusammengefasst war ich absolut positiv überrascht, auch wenn die vielen Empfehlungen und die gute Espressomaschine vielleicht etwas höhere Erwartungen zugelassen hätten. Aber leider wird man ja was Kaffee angeht nach wie vor öfter enttäuscht als nicht. Lektion gelernt, ab jetzt gibt’s beim Shopping im Sihlcity Espresso bei Oh Là Là und von mir gleich 5 Zürich-Bohnen dazu.

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