Miró Coffee Truck


campesino

Update: Ehemals Campesino Coffee heisst jetzt Miró!

Bohnen:

  • Espresso: Vale Verde (Bahia, Brasilien), pulped natural.
  • Filter: Hacianda La Esmeralda (Palmira, Panama), natural.
  • Filter: Adado (Yirgacheffe, Äthiopien), washed.
  • Finca El Carmen (Ataco, El Salvador), washed/dried.
  • Beneficio Santa Rosa (Copan & Ocotepeque, Honduras), washed/dried.

Röster: Campesino GmbH, Zürich

Maschine: La Marzocco Linea PB (Siebträger), Moccamaster KBGC982 AO Yellow Pepper (Filter)

Wo: Leonhardstrasse 34, Zürich (Mo) , Wolfgang-Pauli-Strasse 16-18, Zürich (Mi-Fr)

Bericht:

Vom Campesino Coffee Truck hörte ich zum ersten Mal als die beiden Jungs von Campesino Coffee Roasters ein Bild vom ersten Arbeitstag im Internet teilten. Darauf zu sehen war ein dick in Winterkleidung eingemummter Barista und stürmischer Schneefall. Die Temperatur befand sich offenbar in einem derart niedrigen Bereich, dass selbst die Milch am Stand gefror. Fast forward um ein paar Wochen: Das Kaffeemobil steht nur Montags auf der mir günstig gelegenen Polyterrasse und ich habe frei und Zeit. Und es regnet. In Strömen. Kalt ist es sowieso. Der Barista immer noch dick eingepackt, ich mit Schirm, Einkaufstüte und halbseitig durchnässt. Bei diesem Wetterpech überrascht es natürlich auch nicht, dass die Gäste nicht gerade Schlange stehen. Trotzdem berichtet David von vielen spannenden Kundenkontakten und seine Motivation scheint äusserst Wetterresistent zu sein. Der Wagen ist mit einer La Marzocco Espressomaschine ausgerüstet und in einer Moccamaster steht Filterkaffee bereit. Letzteren – aktuell der berühmt berüchtigte Gesha Kaffee der La Esmeralda Farm in Panama – kriege ich auch gleich zum Probieren angeboten und er schmeckt vorzüglich. Der Espresso aus Brasilien ist modern hell geröstet und entsprechend Säurebetont. Trotzdem sorgen eher gewohnte Schokoladenoten für die nötige Balance. Ein Espresso den ich so gerne trinke. Die Kaffees werden im Enge Quartier frisch geröstet und können auch gleich am mobilen Stand gekauft werden, für Studenten sogar mit Rabatt. Mit Campesino Coffee Roasters dringt ein weiterer progressiver Kleinröster mit Qualitätsfokus in den Zürcher Markt vor, der in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist. Noch scheint die Sättigung nicht erreicht zu sein und für den lokalen Kaffeeliebhaber kann es wohl kaum zu viel guten Kaffee geben. Gerade in der Gastronomie gibt es noch viel Luft nach oben und als ich erfahre, dass Campesino bereits entsprechende Abnehmer gefunden hat, freut mich das umso mehr. Somit bleibt den beiden Jungunternehmern viel Erfolg zu wünschen und natürlich besseres Wetter. Das Kaffeemobil steht mindestens für ein Jahr jeweils Montags auf der Polyterrasse und Mittwoch bis Freitag auf dem ETH Campus Hönggerberg. Bereits jetzt ist das Angebot spannender als in den meisten Cafés und auf die schöneren Tage hin soll es sogar noch erweitert werden. Einziger Wermutstropfen sind die Pappbecher und die Tatsache, dass man natürlich stehend konsumiert. Dafür gibt es eine spannende Unterhaltung mit jenen Leuten, die alles über den ausgeschenkten Kaffee wissen, und das wiederum gibt es wohl in kaum einem anderen Café. 5 Zürich-Bohnen.

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